Tagebuch

12. 07.                                           55km             140 Höhenmeter

 

Wir radeln über den Berliner Mauerweg zum Hauptbahnhof in Berlin und warten auf den ICE aus München, der uns und unsere Räder bis Hamburg bringen soll.

Hier wartet schon die erste Überraschung dieser Reise: der Zug fährt pünktlich.

Dank reservierter Sitzplätze und Fahradstellplätzr wird es eine gemütliche Fahrt.

Das ändert sich leider schlagartig, als wir in Hamburg in den RegionalExpress nach Flensburg einsteigen wollen, da stehen die Fahrgäste wie die Heringe mit angelegten Armen im Türbereich, da ein ICE Richtung Norden ausgefallen ist und alle jetzt mit diesem Regionalzug ihre Reise fortsetzen.
Auf die Deutsche Bahn ist halt doch Verlass!

Eine nette Schaffnerin riet uns, mit unseren Rädern einen anderen Zug bis Neumünster zu nehmen und dort dann unser Glück zu versuchen.

Dort angekommen entschlossen wir uns, nicht auf den nächsten, wahrscheinlich wieder überfüllten Zug in einer Stunde zu warten, sondern gleich  an unseren  zweiten Etappenort Rendsburg zu radeln

Leider verfiel dadurch unser schon gebuchtes Hotel in Flensburg - herzlichen Dank nochmals an die Deutsche Bahn.

Die 45 km bis zum Hotel vergingen wie in Flug und nach der Unterquerung des Nord-Ostseekanals erreichten wir unser Hotel.
Vom Balkon aus konnten wir die riesigen Containerschiffe beobachten, die plötzlich wie durch Zauberhand gezogen die norddeutsche Tiefebene durchschnitten. Ein echtes Schauspiel.

Bei einem ordentlichen griechischen Restaurant stoßen wir auf das gute Gelingen unserer Tour an.

13. 07.                            86 km   104 Höhenmeter

 

Am Morgen frühstücken wir mit Marions Freundin Regina, die dazu extra aus Kiel angereist ist.

Um 10 Uhr schwingen wir uns dann auf unsere Räder und radeln  immer am Kanal entlang unter herrlich blauem Sommerhimmel bis kurz vor dessen Einmündung in die Elbe, dann biegen wir Richtung Glückstadt ab und erreichen kurz vor dem Einsetzen eines veritablen Regengusses mit Hagelbeimischung unser schönes Hotel aus dem Jahr 1670 direkt am Marktplatz, in dessen gemütlichen Restaurant wir lecker zu Abend essen.
Der erste Fahrtag macht einen immer besonders hungrig und das Pils wird auch dankend angenommen.

14. 07.           82 km         165 Höhenmeter 

 

Bei wunderbarem Sommerwetter fahren wir völlig alleine durch Norddeutschland auf Wald- und Feldwegen und erfreuen uns der Stille und der schönen Natur. Wir entdecken Störche, Hasen, Reiher und Wisente auf diesen kleinen einsamen Wegen.

Rast machen wir direkt am Fuß eines der hier sehr zahlreichen riesigen Windkraftwerke und erfreuen uns des ungewöhnlichen Anblicks des Rotors direkt von unten. In Brandenburg sind diese Dinger immer völlig abgezäunt.

Am Abend treffen wir uns mit alten Freunden,  von denen wir vor 20 Jahren unser Haus gekauft haben und die jetzt in Bremen wohnen.

Der Abend vergeht bei netter Plauderei wie im Flug und es tut allen leid, als die Stunde des Aufbruchs überraschend schnell gekommen ist.

Danach verfolgen wir im Fernsehen noch das Halbfinale der WM

Spanien - Frankreich bei einigen Pilsetten.

 

 

 

15. 07.      87 km.   371 Höhenmeter 

 

Ein unspektakulärer Fahrtag auf dem Weserradweg durch herrliche Landschaft bei herrlichem Sommerwetter.

Am Abend im Hotel mit dem Chef gemeinsam Argentinien gegen England geschaut.

16. 07.         73 km        195 Höhenmeter 

 

Auch heute geht es immer längs der Weser auf meist sehr gut ausgebauten und ausgeschilderten Fernradwegen.

Allerdings haben wir hier deutlich mehr Verkehr auf dem Weser-Radweg als oben im Norden, es ist halt Hauptsaison, aber es ist nicht unerträglich voll wie in den Touristenorten.

Am Nachmittag taucht wie eine Fata Morgana ein kleiner Imbiss direkt neben dem Radweg auf, der frische belgische Waffeln mit Nutella, Sauerkirschen und Schlagsahne anbietet. 
Da schwebe ich auf Wolke 7 (zumal es keinen Salat auf der Karte gibt!).

Am Abend ein kleines Hotel in der Pampa mit netter Küche.

17. 07.          75 km       321 Höhenmeter 

 

Wir fahren weiter die Weser flussaufwärts in Richtung Süden. Leider ist das Wetter nicht mehr so sommerlich warm sondern bedeckt und mit Schauern durchsetzt, so das wir heute unsere Regenjacken auspacken müssen.

Über Minden geht es jetzt Richtung Hameln.

Wir übernachten wieder in einem kleinen Dorfhotel mit einem pittoresken Restaurant. Leider ist das Essen so widerlich, das mir nur zwei Talcid durch die Nacht helfen.

Das ist einfach ein Nachteil, wenn man mit dem Rad unterwegs ist; man hat einen sehr eingeschränkten Radius und kann nicht mal rasch ein paar Dörfer weiterfahren, um ein annehmbares Abendessen zu erreichen.

18. 07.       71 km           469 Höhenmeter 

 

Am Morgen erfolgt eine kurze Stadtbesichtigung von Hameln und dann fahren wir wieder an der Weser entlang. Wunderschöne kleine Dörfer und alte Mühlen gibt es hier im Weserbergland, da kann man sich den ganzen langen Fahrtag dran erfreuen.

Am Abend landen wir in einem urigen Gehöft, einem Bikertreffpunkt an einer alten Handelsstation. Bei Bier, Hamburgern, Lagerfeuer und Livemusik sitzen wir in der großen Scheune und später draußen am Feuer mit Bekannten zusammen, die wir auf einer Karibik- Kreuzfahrt von zehn Jahren kennengelernt haben und die den Weg von Bielefeld auf sich genommen haben um uns hier zu treffen.

Die Musik ist genau mein Geschmack: es werden Songs von Dylan, Springsteen,

Dire Straits und den Byrds gespielt und wir unterhalten uns prima.

Den Höhepunkt des Abends bildet ein Musiker, der zuerst schottische Dudelsackmusik live zum Besten gibt und danach mit toller Stimme, Mundharmonika und Gitarre für drei Stunden den Alleinunterhalter macht auf einem Niveau, das ich selten in solchem Ambiente erlebt habe.

Seinen spendierten Irish Whiskey von mir hat er sich mehr als verdient; ein ganz prima Anend.

Nach Mitternacht bringt mich die beste Ehefrau von allen ins Bettchen.

Sugar in the morning!

19. 07.       71 km      720 Höhenmeter 

 

Langsam wird es bergig.

Heute mussten wir wetterbedingt nach einer kleinen Frühstückspause in einer Dorfbäckerei ziemlich kräftig und zügig 70 km nonstop zurücklegen und sind einer von Norden kommenden Gewitterfront gerade mal soweit vorausgefahren, das uns daraus immer mal wieder leicht einsetzender Nieselregen anspornte, auf Pausen zu verzichten.

Kaum im Hotel in Hann. Münden angekommen fing es mächtig an zu pladdern und wir bereuten unseren Entschluss daher nicht.

Die Sauna hinterher tat uns beiden sehr gut.

Am Abend schauten wir uns mit einer guten Flasche Champagner das Finale der WM an .

20.-21. 07.      12 km         56 Höhenmeter 

 

Da der besten Ehefrau von allen der Rücken schmerzt, haben wir eine Pause von drei Tagen angetreten in der Hoffnung, das sich bis

Mittwoch alles wieder normalisiert.
Es gibt jeden Tag Sauna und Massage genau wie bei der Tour de France, das sollte Mutti wieder auf die Beine bzw. den Fahrradsattel bringen.

Das kommt davon, wenn man zuvor konsequent auf jedwede sportliche Aktivität verzichtet.

Diese Unpässlichkeit  gibt uns aber auch die Möglichkeit, uns Hann. Münden wieder einmal ausgiebig anzusehen, einen der schönsten und besterhaltenen mittelalterlichen Stadtkerne, den ich in Deutschland kenne.

Vor über zwanzig Jahren waren wir auf einer Wanderung schon einmal zusammen hier und der Ort hat nichts von seinem faszinierenden Ambiente verloren.

 

 

22.  07.

 

 Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir mit den Rädern wieder nach Hann. Münden und bestiegen dort einen Dampfer, mit dem wir mehrere Stunden über die Fulda schipperten.

Die erste positive Überraschung erlebten wir beim Studium der Speisekarte: es gab Berliner Weisse, DAS Dampfergetränk schlechthin.

Der Kapitän stellte sich als versierter Naturkundler heraus, der über jede hier heimische Pflanzen-  und Vogelart faszinierend erzählen konnte und uns ebenso vom Leben der Biber an Weser und Fulda sachkundig berichtete.

Es war ein vollendet gelungener Nachmittag. 
Auf der, wenn auch kurzen, Rückfahrt stellte die beste Ehefrau von allen fest, das sowohl der Rücken als auch die Achillessehne sich beruhigt zu haben scheinen.

Das bedeutet, das wir morgen nach dreitägiger Pause weiterfahren können. Prima!

23. 07.          70 km          739 Höhenmeter 

 

Nach dreitägiger Pause ging es heute endlich wieder auf die Straße zurück.
Wir fuhren den wunderschönen Fulda-Radweg, der sich die ganze Strecke direkt am Fluss entlangschlängelt und durch schöne Auenlandschaft mit einigen bewaldeten Abschnitten führt.

Da wir langsam in etwas bergigere Landschaft kommen, ist dieser gut ausgebaute Radweg fast leer, gegen den Weser-Radweg ein echter Vorteil. 
Wir haben es heute sehr ruhig angehen lassen und alle 10 km eine etwas längere Pause eingelegt, damit Marion nicht gleich überlastet wird.

Am Kasseler Schloss gab es eine bemerkenswert gute Stachelbeer-Baiser-Torte, die konnte ich mir selbstredend nicht entgehen lassen.

Wenn jetzt noch, wie prognostiziert, die Temperaturen steigen (heute hatten wir hier mickrige 19 Grad Höchsttemperatur), dann bekommt die ganze Sache wieder richtig Schwung. 
Jetzt sind wir gerade in Melsungen in einer echt niedlichen Pension eingetroffen und gehen gleich in die Altstadt, um etwas zu essen.

Bis morgen, my dears.

 

 

24. 07.        59km     415 Höhenmeter 

 

Heute haben wir zwei wirklich schöne und nahezu perfekt erhaltene deutsche Altstadtperlen für uns entdeckt; zuerst Melsungen und dann Rotenburg/Fulda.

Als Berliner und in vielen deutschen Städten bewanderter Reisender ist man es nicht (mehr) gewohnt, intakte Straßenzüge aus der Zeit vor den Weltkriegen vorzufinden und um so erfreuter waren wir, als wir gleich zwei völlig unzerstörte Innenstädte an einem Tag erkunden konnten.  Das war ein erhabenes Gefühl, deutsche Geschichte an Hand von städtebaulicher Architektur erfahren zu können und lässt einen schmerzlich gewahr werden, was auch auf diesem Feld von den Naziverbrechern damals vernichtet worden ist. Daher: wehret den Anfängen - keine Stimme für die neuen Nazis!!!
Unsere Fahrerei war heute von prima Sommerwetter und vielen kleinen und zwei größeren Pausen geprägt, die für Marions Rücken derzeit unerlässlich sind.

Daher sinkt momentan auch unsere tägliche Kilometerleistung und wir werden auch morgen noch ruhig und mit vielen Unterbrechungen unsere Reise fortsetzen.

Für heute sind wir in einem kleinen Hotel in einem Industriegebiet untergekommen und begeben gleich ins einzige Lokal hier, ein "kroatisches Spezialitätenrestaurant" an einer Fernfahrerraststätte.

Wenn ich mich morgen nicht pünktlich wieder melde, dann wisst Ihr wenigstens jetzt den Grund.

25. 07.    53 km       480 Höhenmeter 

 

Nachtrag von gestern Abend:

Marion hatte darauf bestanden, eine weitere Folge vom perfekten Dinner auf VOX zu schauen, während ich sehr skeptisch bin, ob man bei geringen Dosisüberschreitungen von nachmittäglichen Sendungen auf diesen Revolverkanälen nicht doch seelische Schäden zurückbehalten wird.

Also habe ich mich in der Abendsonne vor einem Autohaus ( Industriegebiet)  auf eine Bank gesetzt und mir in Ruhe die neue Scheibe der Stones angehört und war völlig hingerissen, was diese Leute noch für tolle und begeisternde Musik machen. Mick Jagger und Keith Richards sind beide mittlerweile 82 Jahre alt - Chapeau.

Meine Lieblinge seit ich denken kann.

Das Essen im Restaurant war im Übrigen die befürchtete Katastrophe.

 

So, nun kommen wir zum heutigen Tage.

Nachdem uns das Fahradnavi aus dem riesigen Industriegebiet endlich rausgelotst hat, fuhren wir wieder durch das Fuldatal weiter nach Süden. Der Fluss ist hier an seinem Oberlauf nur noch ein kleines Rinnsal, dafür werden die Hügel jetzt größer und die ersten echten kleinen Anstiege sind zu verzeichnen. Die beste Ehefrau von allen scheint langsam wieder in Form zu kommen.

Wir sind heute in einem großen Hotel mit eigener Sauna- und Wellneslandschaft untergebracht und haben gerade drei Saunagänge absolviert und werden jetzt gleich eines der vier Restaurants ausprobieren und danach an der Bar auf der Dachterrasse im sechste Stock einen Cocktail in der Abendsonne zu uns nehmen.

Einen wunderschönen Sonntag wünsche ich Euch.

kleiner Abschluss-Drink auf der Dachterrasse

26. 07.    54 km      809 Höhenmeter 

 

Am Morgen ließen wir uns ein Frühstück schmecken, das alles beinhaltete, was Herz und Magen begehrten.

Danach fuhren wir durch den Schlosspark in Richtung Dom und kamen gerade dort an, als das sonntägliche Glockenspiel begann, das war schon ein besonders beeindruckendes Erlebnis.

Auf unserer Fahrt Richtung Würzburg erwarteten uns anschließend die ersten kräftigen Anstiege, da wir das Fuldatal nun verließen und uns über den Kamm der Rhön nun in Richtung Maintal vorarbeiten.. Da sind wir doch ein paar Mal ganz nett ins Schwitzen gekommen und haben auf einer Abfahrt den bisherigen Geschwindigkeitsrekord auf 70,5 km/h aufgestellt.

Am Nachmittag haben wir dann die Landesgrenze überquert und sind jetzt in Bayern, wo wir in einem kleinen Nest in einem einfachen Dorfgasthaus übernachten werden.

Der Besitzer ist der erste wirklich unfreundliche Mensch, den wir auf unserer Tour bisher getroffen haben. Was soll's, morgen sind wir wieder weg und die Bude ist wenigstens sauber.

27. 07.      81 km               688 Höhenmeter 

 

Marion hat es geschafft, dem Muffelkopp menschliche Eigenschaften zu entlocken, was uns bei der Qualität des Frühstücks sehr zugute kam, der Knabe fing dank ihres Charmes plötzlich an, aus  seinem Leben zu plaudern und rückte nach und nach frisches Rührei, Marmelade und Orangensaft heraus, was ursprüngliche wohl nicht vorgesehen war. Es ist doch immer wieder interessant, zu beobachten, wie Frauen kommunizieren und welche Wirkung sie auf alte Knasterköppe haben.

Nach dem Start sind wir den "Rhönexpress" zu Tal gefahren, eine alte stillgelegte Regionalbahntrasse, die jetzt zu einem wirklich schönen Radschnellweg umgebaut worden ist. Das war eine herrliche Fahrerei ebenso wie die durch das Maintal, auf das wir dann stießen. Der Radweg ging immer am Fluss entlang und war prima ausgebaut, so das die absolvierten 80 Kilometer wie im Fluge vergingen und wir am Nachmittag nach Würzburg hineinradelten.

Nach einer erfrischenden Dusche begaben wir uns  auf Sightseeing-Tour und nach einem  hervorragenden Essen in einem alten Traditionslokal zusammen mit einem Spitzen-Sylvaner begaben wir uns in der Abenddämmerung auf die alte Mainbrücke und genossen mit Hunderten anderer Menschen den Sommerabend über dem Fluss. Toll.

28. 07.          82 km               712 Höhenmeter 

 

Nach einem Frühstück in einer Bäckerei in der Würzburger Innenstadt schauten wir uns noch kurz das Stadtschloss an, bevor wir uns wieder, immer  am Mainufer entlang , auf den Weg nach Rothenburg  o.d. Tauber machten.

In einer kleinen aber feinen Altstadt in Ochsenfurth machten wir für einen wunderbaren Eisbecher Pause, um danach das Maintal zu verlassen und über die " Gaubahn", eine alte aufgelassene Regionalbahnstrecke, die jetzt zu einem schönen Radweg umgebaut ist, ins Taubertal zu gelangen. Der Weg war bemerkenswert schön, da er über eine Hochebene führt und man dort einen gewaltigen Rundumblick hat, bei dem man in jede Richtung Dutzende von Kilometer ins Land schauen kann.

Unten im verwunschenen Taubertal angekommen, in dem der kleine Fluss durch dichtes Unterholz plätschert, fuhren wir in Begeitung  dieses murmelnden kleinen Gewässeres nach Creglingen, einem kleinen Ort, der schon jenseits der Landesgrenze in Baden- Würtemberg liegt und in dessen äußerlich unscheinbarer kleiner Kirche eines der Meisterwerke des mittelalterlichen Holzschnitzers Tilman Riemenschneider beheimatet ist. Wir kamen gerade rechtzeitig hinzu, um einer sachkundigen Erklärung für eine gerade zuvor angekommenenTouristengruppe lauschen zu können.

Dieser Altar ist eines jener unfassbaren Meisterwerke, die einen während der Betrachtung vor Augen führen, zu welchen Grossartigkeiten der Mensch im Stande ist und der einen mit Ehrfurcht innehalten lässt.

Nach einer letzten anstrengenden Etappe haben wir am Nachmittag unser Ziel erreicht und sind in Rothenburg nach dem Abendessen durch diese touristisch sehr überlaufende Stadt gebummelt und haben es uns hernach vor einer kleinen Vinothek am Marktplatz gemütlich gemacht und bei einigen Gläsern Silvaner und Spätburgunder den Sommerabend in dieser bemerkenswerten Atmosphäre genossen.

29. 07.      52 km         506 Höhenmeter 

 

Nach einem Frühstück in der Innenstadt warteten wir, bis um 10.00 Uhr der Dom geöffnet wurde, um gleich darauf völlig alleine vor Riemenschneiders berühmtesten Werk zu stehen, dem

"Heilig-Blut-Altar" in Rothenburg. Vor diesem Meisterwerk standen wir 20 Minuten völlig alleine und wir konnten störungsfrei die Schnitzereien von allen Seiten betrachten, bevor die erste Gruppe Japaner eintraf.

Die anschließende Radfahrt nach Dinkelsbühl über wiederum wunderschöne einsame Feldwege ist nur insofern erwähnenswert, weil heute 36 Grad herrschten und wir durch die späte Öffnung der Kirche nicht

vor 11 Uhr auf der Straße waren, so dass wir die volle Hitze über Mittag abbekommen haben.

Ein dicker Eisbecher auf dem Marktplatz von Dinkelsbühl machte diese Anstrengung aber schnell vergessen.

Am Abend schlenderten wir noch durch diese wirklich schöne Altstadt und nahmen auf dem kleinen verwunschenen Platz vor unserem Hotel zusammen mit dem Nachtwächter unseren letzten Drink.

30. 07.    45 km            588 Höhenmeter 

 

Heute sind wir nur von Dinkelsbühl nach Nördlingen gekommen; da mussten wir notgedrungen pausieren, damit die beste Ehefrau von allen wegen akuter Rückenschmerzen in der Nacht zuvor zur Schmerzbehandlung beim Physiotherapeuten gehen konnte.

Da wir heute 36 Grad hatten beim Fahren, waren wir auch nicht allzu traurig. 
Ein Eisbecher am Marktplatz besserte die Laune und ein nettes Hotel stabilisierte sie.

Mutti kam gut durchgeknetet wieder ins Hotel und dann lümmelten wir den ganzen Nachmittag im schön gekühlten Hotelzimmer herum und gingen am Abend in den schönen Biergarten des Hotels bei gerade wieder erträglichen Temperaturen um die 30 Grad.
Wir saßen gerade beim Vorspeisensalat (um den ich natürlich nicht herumkomme), als sich der Himmel in kürzester Zeit verfinsterte und ein lustiges Sommergewitter die meisten Biergartengäste ins  anliegende Hotel spülte;  nur uns nicht, da wir mittig unter dem einzigen Riesenschirm des Geländes Platz genommen hatten 

(Berliner sind halt meist von etwas rascherer Auffassungsgabe als der gemeine Provinzler). So aßen wir lachend unser wirklich leckeres Abendessen gut beschirmt im strömenden Sommerregen.

 

31. 07.

89 km  
788 Höhenmetern 

Wegen der  erwarteteten Mittagstemperatur von 37 Grad klingelte der Wecker um 6 Uhr in der Frühe und eine halbe Stunde später waren wir auf der Straße. Beschwingt durch die Morgenkühle erreichten wir das 30 Kilometer entfernte Donauwörth gerade, als dort die ersten Cafés eröffneten. Auch diese Stadt ist wieder ein kleines Juwel mittelalterlicher Städtebaukunst.

Über schöne Radwege entlang der Wörnitz und der Donau erreichten wir Augsburg.

Abends fing es heftig an zu gewittern, so dass uns zum Hotelrestaurant keine Alternative blieb. Trotz eines schicken Interieurs und salbungsvoller Beschreibung der Speisen in der Speisekarte blieben die servierten "levantinischen Spezialitäten" hinter einer durchschnittlichen Curry- Boulette bei Knittis Imbiss in Waidmannslust weit zurück.
Machen Kichererbsen doof? 

Das sind Fragen, die das Leben stellt.

 

01. 08.   56 km           267 Höhenmeter 

 

Wir sind heute auf langweiligen Wegen immer direkt neben diversen Bundesstraßen durch das bayerische Flachland südlich von Augsburg geradelt. Ich bin die gleiche Tagestour Augsburg bis Landsberg/Lech vor fünf Jahren schon einmal mit dem Rad gefahren und fand die Strecke damals schon genauso dröge wie heute. 
Kein schöner Schmuck an den Häusern, nichts von der gewohnten bayerischen Lieblichkeit  von Natur und Architektur sondern pure Langweile, die deutsche Poebene- nur schnell durch.

Jetzt sind wir in Landsberg, haben uns die schmucke Altstadt angesehen und Marion freut sich wie ein kleiner Schneekönig, das sie ihren malträtierten Rücken in die Badewanne legen kann. 
Morgen erreichen wir Kempten im Allgäu und haben damit dann Deutschland einmal von Nord nach Süd durchquert.

02. 08.     87km    
787 Höhenmeter 


Wieder ist ein Applaus fällig: 

um 06.30 Uhr waren wir am Start.

Sonntagmorgen in Bayern: liebliche Landschaft, leere Straßen und Wege, Glockengebimmel und schöner blauer Himmel bei herrlich erfrischend kühler Morgenluft; ein perfekter Start in den Tag.

Als wir im morgendlich noch verschlafenen Kaufbeuren um

09 Uhr eintrudelten nach schon mehr als 30 Kilometern Srecke, da machte gerade das ersten Café auf und wir konnten uns ein prima Frühstück schmecken lassen.

Über Marktoberndorf ging es dann durch Wald und Feld und kleine Landstraße nach Kempten und damit an den Rand der Alpen, deren majestätische Silhouette über dem Ort aufragt.

Hier machen wir im Bayerischen Hof für zwei Tage Pause und treffen eine alte Freundin, die ich 1994 in Berlin kennengelernt habe anlässlich einer von mir und ihrem Papa organisierten Motorradtour im Rahmen der Uni und an der sie mit einer 50 ccm Maschine teilgenommen hat als damals 16 jährige.

Time flies......

 

Endlich versteht mich mal jemand 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

P.S.: der Geschwindigkeitsrekord dieser Tour liegt jetzt bei 73 km/h

03, 08,

 

Heute war unser erster Ruhetag in Kempten. Wir sind in einem prima Hotel und sind direkt nach einem guten Frühstück für drei Gänge in der kleinen und feinen Sauna des Hauses verschwunden und haben es uns gutgehen lassen.

Am Nachmittag  waren wir in der Stadt und haben uns mit Michaela und ihren beiden Töchtern zu einem prima Abendessen in der Altstadt getroffen. Nach mehreren Stunden mit Plaudern und Lachen gingen Michi und die Kleine nach Hause und wir beide zogen mit der fünfzehnjährigen Leonie noch in eine kleine Weinbar, wo die beste Ehefrau von allen und ich auf unseren Kennlernabend vor 23 Jahren angestoßen haben - das meine Trommelfelle das alles mitgemacht haben!
Da sieht man, wie widerstandsfähig der menschliche Körper konstruiert ist.

04. 08.

 

Wir machten noch einen Ruhetag in Kempten, sahen uns die Stadt  an, erledigten ein paar Einkäufe und trafen Michi und Familie nochmal für einen Eisbecher.

Am Abend hatten wir Kinokarten,wegen eines länger anhaltenden heftigen Gewitters mussten wir leider im Hotel bleiben, wir wären niemals trocken dort angekommen. Schade.

05. 08.     96 km     1050 Höhenmeter 

 

Frühstück um 06.30 Uhr, Abfahrt um 07.15 Uhr

Es war wieder ein herrlicher Sommermorgen und die Fahrt durch das Alpenvorland war prima, aber auch anstrengend.
Wir fuhren quer durch die Täler nach Osten, hatten also keine Flusstäler, denen wir folgen konnten, und entsprechend viele Auf- und Abfahrten waren zu absolvieren. Ich kenne das ja zur Genüge von meinen anderen Touren; für die beste Ehefrau von allen war das neu und sie hat sich bravourös geschlagen, wie auch schon in den Wochen zuvor.

Für Marion ist es die erste größere Fahradtour in ihrem Leben und ihr Wille, durchzuhalten trotz ihrer Rückenschmerzen, nötigt mir Respekt ab.

Am Nachmittag sind wir in Tettnang gelandet, einem schönen Städtchen oberhalb des Bodensees. 
Ein gutes Abendessen vor dem Stadttor nebst Platzkonzert des örtlichen Blasorchesters wurde nur wegen eines Starkregens  und Gewitters kurzzeitig nach drinnen verlegt.

Nachdem es sich witterungsmässig wieder beruhigt hatte und die vollgelaufene Tuba wieder entwässert war, ging der Abend mit einigen Gläsern Gutedel und Spätburgundern auf dem Stadtplatz in die zweite Runde.

Nach einem kleinen Stadtbummel durch die nächtlich erleuchteten Gassen ging es zurück zum Hotel.

 

06. 08.

 

Nach dem Früstück machten wir uns  auf zu einem ausgiebigen Städlebummel.

Hier sieht alles aus wie heile Welt, inklusive der "Kusshaltestelle" am Marktplatz oder dem "Wegbierbänkchen" in der Einkaufszone.

Am Nachmittag stieß Niklas zu uns, ein alter Kumpel aus Fachschaftstagen an der Uni, mit dem ich damals einige interessante Projekte ans Laufen gebracht habe und wir haben den  Kontakt auch nach mehr als dreißig Jahren nicht verloren.

Wir konnten beide kaum glauben, das unser letztes Treffen in Berlin schon wieder fünf Jahre her ist.
Wir fuhren zu einem urigen Brauereigasthof mit herrlichem Blick auf den Bodensee und die Alpen und schwelgten bei deftigem Essen  in Erinnerungen und schmiedeten Pläne für ein erneutes Wiedersehen bei ihm in der Schweiz im nächsten Sommer. 

Es freut mich immer wieder, aufrechte, intelligente und belesene Menschen in meinem Freundeskreis zu haben. 
Ein Abschlussbier in einer Wirtschaft gegenüber von unserem Hotel beendete diesen sehr schönen Nachmittag und Abend.

 

07. 08.  61 km   365 Höhenmeter 

 

Wir radelten immer bergab zum Bodensee und danach auf  dem saisonbedingt leider sehr überfüllten 

"Bodenseeradweg" auf der Nordseite des Sees immer Richtung Westen. Dieser Radweg ist oftmals nur ein schmaler Pfad zwischen Häusern, dichtem Autoverkehr und Haltestellen, der über weite Strecken gar nicht am Seeufer entlang führt, dafür aber von stark übergewichtigen Tagestouristen im Tour de France-Outfit gerne genutzt wird, die den dreißig-Meter-Aufstieg hinter Friedrichshafen für den Mont Ventoux halten. Da wackelt dann mächtig das Helmchen und man schwitzt dort heftig ins frisch erworbene Leibchen mit den knalligen Werbeaufdrucken.

Wir kamen am frühen Nachmittag in unserem Hotel an und gingen dann baden und schwammen wie in den ersten Tagen unserer Zweisamkeit wieder gemeinsam im Bodensee.

Ein nettes Abendessen direkt am Seeufer und ein Sieg von Hertha im Auftaktspiel der neuen Saison rundeten den schönen Tag ab.

08. 08.    81 km   756 Höhenmeter 

 

Wir frühstückten pünktlich um

8.00 Uhr mit Blick auf den Bodensee.

Durch schöne Voralpenlandschaft radelten wir bei tollem Sommerwetter dem Rhein entgegen, der nun für mehrere hundert Kilometer unser Begleiter werden wird.

Immer abwechselnd auf deutschem oder Schweizer Gebiet fuhren wir bis oberhalb des Rheinfalls nach Schaffhausen, Anstatt wie üblich und auch schon mehrfach praktiziert, fuhren wir diesmal die Fälle nicht von unten an, sondern erreichten mit dem Navi einen Aussichtspunkt oberhalb des Falls, an dem wir für eine Stunde nahezu alleine waren, während sich unter uns die Massen drängelten.

Nach einer weiteren Pause in einem Panoramarestaurant auf schweizerischem Gebiet erreichten wir unser heutiges Ziel. Ein nettes Dorfhotel, in dem heute das bei booking.com hochgelobte Restaurant wegen Ruhetag geschlossen ist, am Samstag!

Wenig urbanes Verhalten, die Herrschaften.

Da müssen wir nachher nochmal auf die Räder und ins nächste Kaff je fünf Kilometer hin- und zurückfahren, um etwas zu beißen zu bekommen.

09. 08.  85 km   466 Höhenmeter 

 

Heute hat uns die Hitze ganz schön zu schaffen gemacht. Wir hatten bei wolkenlosem Himmel 34 Grad.

Es ging immer am Rhein entlang und wir hatten leider nur einmal morgens am Oberlauf die Gelegenheit, im Fluss zu baden. Später gab es am Flussufer entweder Industrie, kleinere Städte oder Stauwerke. Der Rhein ist schon hier vor Basel nicht der liebliche Fluss sondern ein kräftig von Menschenhand umgestalteter und genutzter Wasserweg oder Stromlieferant. 
Die Dörfer allerdings, egal ob in der Schweiz oder in Deutschland, sind zumeist architektonisch sehenswert und nett herausgeputzt. Viel Blumenschmuck und schöne kleine Springbrunnen sind fast die Regel, das macht die Durchfahrten oft sehr angenehm.

Als wir um vier Uhr nachmittags in Rheinfelden in unserem heute recht einfachen Quartier ankamen haben wir im Garten sofort jeder zwei große Gläser Bier mit Limo getrunken, also jeder von uns fast einen Liter.

Die Lasagne beim Italiener nebenan war auch essbar uns soll uns morgen beginnend

um 6 Uhr Richtung Basel katapultieren.

So long, my friends.

 

10. 08.      91 km    344 Höhenmeter 

 

Es hat wieder mal geklappt, Wecker bimmelt 6.00 Uhr, Familie Pohl ist um 06.30 Uhr auf der Bahn.
Zuerst nach Basel, dann eine völlig bescheuerte Fahrerei durch Hafen, Industriegebiet und Innenstadt bei völlig konfuser Anlage der Radwege, sowie sie diesen Begriff überhaupt verdienen.

Als das endlich geschafft war, fuhren wir Dutzende Kilometer auf dem alten Rheindeich als Ausgleich.

Allerdings sieht die Landschaft jetzt im August in dieser Hitzeecke Deutschlands so aus, wie ich es aus Italien kenne:

völlig verdorrte Pflanzen, gelbe Wiesen und überall schon viele Blätter auf den Wegen. Schrecklich; ähnliche Wüsten habe ich in Deutschland nur am Fuße des Brockens im Harz gesehen bisher.

Unverhofft tauchte plötzlich eine uralte Furt durch den Fluss auf und so konnten wir unsere Beine herrlich im Wasser kühlen.

Die Fahrerei ging uns gut von der Hand ( kicher), langsam macht sich unser aktueller Trainingszustand bemerkbar und außerdem beflügelte ein winziges Eisbecherchen zur Mitte des Tages unsere Kräfte.

Morgen werden wir in Straßburg einen Ruhetag einlegen und uns wieder einmal die wunderschöne Altstadt anschauen.

Jetzt werden wir in den urgemütlichen Gastraum unseres Traditionshotels gehen, Unmengen kalter Getränke zu uns nehmen und dann die Küche testen.

Ciao Amici.

11. 08.   87 km

  185 Höhenmeter 

 

Um 08.00 Uhr sind wir in Breisach losgefahren und direkt auf die französische Seite des Flusses gewechselt. Durch wunderschöne elsässische Dörfer mit Unmengen Blumenschmuck und schönen Fachwerkfassaden

und auf guten Radwegen oder kleinsten Departementsstrassen ging es durch leicht hügelige Landschaft immer Richtung Norden. Die Sonne brannte nicht so unbarmherzig wie erwartet, da bei 34 Grad ein ziemlich strammer Wind blies und wir außerdem oft im Schatten kleiner Wälder Abkühlung fanden. 
Frankreich macht jedes Mal einen so einladenden Eindruck auf mich und ich habe mich hier, genau wie in Italien, ein jedes Mal wohlgefühlt, wenn ich die Grenze überschritten hatte, so auch heute.

Die beste Ehefrau von allen, die noch nicht oft hier war, ist so begeistert von der Blumenpracht in den Dörfern, das sie unablässig Photos macht und dabei manchmal das Fahren  vergisst, so das mir am Nachmittag einmal  die völlige Ruhe auffiel, die mich umgab,  ich mich umdrehte und eine leere Landstraße hinter mir sah.
Mutti hatte angehalten und fotografiert und ich hatte über mehrere Kilometer ihre Abwesenheit nicht bemerkt.

Zum Glück gibt es Handys.

Ihre neuentdeckte Liebe zu unserem Nachbarland Frankreich trieb nochmals an diesem Nachmittag exotische Blüten, als sie im Überschwang der Würdigung eines wieder prächtig herausgeschmückten Weilers ausrief:

"Schatz, schau doch mal, hier rechts unten haben sie auch lauter kleine Wasserspiele gebaut, wie hübsch"

Das ließ mich vor Lachen dann fast vom Fahrrad kippen, da wir gerade an der örtlichen Kläranlage vorbeigeradelt sind.

So verging unter Lachen und Scherzen der Tag recht schnell und die letzten 25 Kilometer fuhren wir schnurgerade  unter einer prächtigen Platanenallee am Rhone-Rhein-Kanal entlang nach Straßburg ein.

Wir sind in einem sehr netten Innenstadthotel untergebracht und genossen gleich das quirlige Leben in dieser so wunderschönen wie lebendigen Stadt.

Hier kenne ich schon seit Jahrzehnten ein wunderbare gelegenes Restaurant

im Stadtteil "Petit France", das uns auch gestern nicht enttäuscht hat. Wohl genährt verließen wir diese gastliche Stätte direkt am Wasser nach vierstündigem Aufenthalt, nahmen in der Altstadt noch einige Anschlussdrinks und lagen dann nach Mitternacht zufrieden mit der Welt im Heiabettchen.

12. 08.

 

Ruhetag in Straßburg.

Nach einem späten Frühstück bummelten wir zu einem frequentierten Platz, setzten uns bei einer Flasche Rosé in ein Café und beobachteten stundenlang das rege Treiben vor uns, quatschten und lasen in unseren Büchern.
Am heißen Nachmittag gingen wir zurück ins Hotel zum Duschen und für ein kleines Nickerchen.

Am Abend zogen wir wieder los und suchten uns ein Restaurant aus dem vielfältigen Angebot unseres Viertels heraus und saßen dort stundenlang bei einem hervorragenden Abendessen und erzählten uns Geschichten von früher und philosophierten über Dinge, die zu besprechen man einfach Ruhe braucht.

Ein abschließender Bummel durch das Quartier beendete einen schönen und entspannenden Ruhetag.

Morgen wollen wir um sechs Uhr nach Karlsruhe aufbrechen.

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© Sigurd Pohl